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Montag, 30. März 2015

Schnurrende Bedrohung

Ich möchte diesem Blog seinen ersten Cat-Content verpassen. Nicht, weil es gerade in ist und man in seinen Mails ständig irgendwelche Videos mit niedlichen Katzen hat oder mal wieder ein Bild von Grumpy Cat von wohlmeinenden Freunden in WhatsApp geschickt bekommt.

Nein es geht mir um etwas anderes. Ich bin Allergiker. Ein oft bemitleideter Tierhaar-Allergiker, der einem Katzenhalter nur nach dessen umfassender Dekontaminierung gefahrlos begegnen kann. Und heute möchte ich euch Nicht-Allergikern mal erklären, warum wir Allergiker die Welt retten.

Katzen sind schöne Tiere. Aber sie sind gefährlich und sie haben euch alle um den Finger gewickelt. Ihr merkt es nur nicht! Katzen sind keine niedlichen, süßen Schmusetiger. Nein, Katzen sind miese kleine Sadisten und riechen, ob du Allergiker bist. Und dann springen sie auf deinen Schoß, reiben sich an deinen Beinen und lassen sich nicht mehr vertreiben. Sie rotten sich zusammen und versuchen dich umzubringen. Denn wir Allergiker sind eine Gefahr.

Wir sind nicht anfällig für die ach so putzige Eigenwilligkeit oder ihre niedlichen Kulleraugen und schon gar nicht für ihr seidiges Fell und ihre ausgefeilten Verführungskünste. Wir lassen uns nicht einfangen von ihrem schnurrenden Zauber. Während ihr alles um euch herum vergesst, wenn euch eine Katze umschmeichelt, bleiben wir gegen diese Manipulation unempfänglich. Ihr merkt es nicht, aber wenn ihr ein Katzen-Besitzer seid, dann haben sie euer Leben doch schon unter Kontrolle!

Sie bestimmen, welche Möbel in euren Wohnungen stehen, weil sie einfach alles zum Kratzbaum erklären, was ihrem Geschmack nicht entspricht. Sie lassen sich von euch füttern und pflegen, manipulieren euch sogar dazu, ihnen nur das von ihnen bevorzugte Futter vorzusetzen und aus reiner Bosheit und weil sie es können, lenken sie euch ab bei allem was ihr macht. Eure Lieblings-Serie läuft und ihr konzentriert euch auf den Fernseher? Na, wer kommt dann, streicht euch mit dem Schwanz um die Nase und will gestreichelt werden? Sie spielen mit euch und sind Meister der Manipulation.

Und genau da liegt das Problem der Katzen mit uns Allergikern. Wir lassen uns nicht verführen. Fallen nicht auf ihre Tricks herein, weil wir einen genetischen Schutzmechanismus haben. Und darum versuchen sie uns umzubringen. Denn wir stehen ihnen bei der Erlangung der Weltherrschaft im Weg. Wir fallen auf ihren Charme nicht herein und würden uns nicht wie die Katzen-Liebhaber völlig versklaven lassen. Deshalb sind wir eine Bedrohung für die Katzen und sie tun alles um uns zu beseitigen!

Wenn ihr das nächste mal einen verschnupften Allergiker mit verheulten Augen und juckendem Hautausschlag am Rande des Erstickungstodes seht, dann seid euch bewusst, dass ihr gerade einen Helden seht. Allergiker sind eure Rettung, weil wir die einzigen sind, die die Katzen von der Erlangung der Weltherrschaft abhalten können!

Donnerstag, 22. Januar 2015

Ich bin ein Bär...


Anleitung für den Umgang mit introvertierten Bären.

  1. Ein Bär braucht Ruhe, um Kraft zu schöpfen

    Deshalb hat jeder Bär seine eigene Höhle. Wir sind Einzelgänger und das was ihr so leichthin als Gesellschaft bezeichnet, bedeutet für uns eine extrem erschöpfende Arbeit. Bären lieben ihre Höhle. Frei nach dem Motto „my cave is my castle“ verlassen wir unseren Unterschlupf nur wenn nötig. Unsere Höhle ist uns heilig. Solltest du tatsächlich einmal dorthin eingeladen werden, dann benimm dich dementsprechend.

  1. Ein Bär ist nicht unnahbar, aber er meidet Menschenmassen

    Wir sind wie gesagt Einzelgänger, was allerdings nicht bedeutet, dass wir einen netten Abend im Kreis guter Freunde nicht zu schätzen wüssten. Wir mögen andere Menschen, allerdings halten wir Menschengruppen gerne in überschaubaren Mengen.

  1. Bären sind Freunde der Stille 

    Ist ein Bär auffällig still, dann muss das nicht bedeuten, dass er mit dem Leben hadert oder sich schlecht fühlt. Bären wirken hin und wieder schon ein bisschen grummelig, aber das täuscht. Wir empfinden einfach nicht den allgemein anerkannten Drang, ständig Lautgeben zu müssen. Wir mögen die Stille. Sag mir also nie, ich wäre zu still. Das ärgert mich, denn ich rede, wenn ich etwas zu sagen habe und bleibe ansonsten lieber schweigsam. Bären entscheiden gerne selbst, wann und wie oft sie reden. Aber wenn ein Bär spricht, solltest du aufmerksam zuhören.

  1. Bären sind still, aber nicht unbedingt schüchtern 

    Ich weiß, dass ich oft schüchtern wirke. Aber ich bin es nur, solange ich mich nicht wirklich wohl fühle. Und am wohlsten fühle ich mich, wenn man mich nicht dazu drängt. Ansonsten ziehe ich es vor, erst einmal eine Weile unsichtbar zu sein. Das kann sich aber in der richtigen Gesellschaft beunruhigend schnell ändern.

  1. Ein Bär kann sehr laut werden, wenn es nötig ist 

    Auch wenn es meinem Wesen widerstrebt, kann ich ziemlich laut werden. Allerdings haben Bären ein dickes Fell und ertragen viel, bis sie ihre Krallen ausfahren und sich wehren. Ist es aber so weit, dann nimm deine Beine in die Hand un lauf so schnell du kannst. Aber unsere Wut legt sich schnell wieder und wir sind nicht nachtragend. Gib uns etwas Zeit und du kannst dich wieder gefahrlos in unsere Nähe begeben.

    Ein Bär kann auch ausgelassen laut werden, wenn er will. Aber es ist und bleibt eine Ausnahme und strengt mich unglaublich an. Wenn ich also auf einer Party einmal so richtig albern gewesen bin, brauche ich meine Zeit um den Akku wieder aufzuladen.

  1. Auch wenn es manchmal den Eindruck macht, sind Bären nicht arrogant 

    Durch unsere Eigenschaft eher stiller Beobachter zu sein, wird uns oft vorgeworfen, arrogant zu sein. Das liegt aber wohl einfach daran, dass wir die Stille genießen, oft unseren eigenen Gedanken nachhängen und dabei den Eindruck erwecken gelangweilt oder abgestoßen zu sein. Das ist nicht so.Wir Bären wirken oft am Leben anderer uninteressiert, weil wir selten Fragen stellen. Aber das ist keine Unaufmerksamkeit, es liegt einfach daran, dass wir uns selbst nicht gerne ausfragen lassen. Aber sei dir sicher: wir Bären sind Meister im zwischen den Zeilen lesen.

  1. Bären leben oft in ihrer eigenen Gedankenwelt

    Wir lauschen permanent einer Art innerem Monolog, in dem wir unsere Gedanken und Gefühle verarbeiten, bewerten und sortieren. Manchmal sitzen wir einfach nur da und lauschen diesem Gedankenfluss. Es kommt vor, dass wir eine Weile brauchen, bis wir eine deiner Ideen oder Anmerkungen verarbeitet haben, aber sind sie einmal in unsere Gedanken eingeflossen, werden sie sofort zu 100% durchdacht und verarbeitet.

  1. Bären sind nicht gut in der Kontaktaufnahme

    Vielleicht liegt es daran, dass wir so still sind und unnahbar wirken, aber wir haben echte Schwierigkeiten, immer dazugehörig zu erscheinen. An manchen Tagen geht es einem nicht gut, man würde sich am liebsten bei jemandem ausheulen, aber es fällt uns schwer, mit unseren Sorgen zu jemandem zu kommen. Manchmal fühlen wir uns ein bisschen verloren, wenn es uns nicht gut geht. Dann sprich uns an, wir werden dir dankbar sein.

  1. Bären haben starke Meinungen 

    Auch wenn wir sehr still und zurückhaltend sind, bedeutet das nicht, dass wir keine eigene Meinung haben. Im Gegenteil, wir haben sogar sehr feste und lange durchdachte Meinungen, es fällt uns nur schwer, diese immer gleich zu äußern. Gib einem Bären ein bisschen Zeit und ermutige ihn, ohne ihn zu drängen und du wirst überrascht sein, wie tiefgründig seine Gedanken zu vielen Themen sind.

  1. Bären hassen es, „abzuhängen“ 

    Wenn eine Veranstaltung oder ein Treffen endet, dann machen wir uns auf den Weg zurück in unsere geliebte Bärenhöhle. Ja, ich weiß, das wäre der ideale Zeitpunkt, Kontakte zu knüpfen, Pläne zu schmieden und „dabei“ zu sein. Aber ich hasse das einfach. Unverbindlicher Smalltalk mit Fremden ist mein persönlicher Alptraum.


Dienstag, 19. August 2014

Nachtmarkt-Fans

Heute möchte ich euch mal etwas ganz anderes ans Herz legen. Ein Forum für Nachtmarkt-Fans. Das ist ein sehr umfassendes Satire-Projekt, zu dem ich gerne mit einigen Texten beigetragen habe und das auch zukünftig immer wieder gerne werde


Einen direkten Link zu einem meiner Texte findet ihr hier:


Werdet auch Mitglied bei den Nachtmarkt-Fans! Ihr werdet es nicht bereuen. Das Forum wird wachsen, baut mit an der Community und dem kulturellen Aufstieg der Nachtmärkte! ;-)



Mittwoch, 13. August 2014

Aller Anfang ist schwer

Heute gebe ich euch mal einen Einblick in die Arbeit, die man beim Schreiben so hat. Es ist nämlich bei weitem nicht so, dass das alles so aus mir heraus fließt und sich aus dem Nichts einfach eine Geschichte formt. Sicher, in meinem Kopf hat diese Geschichte, die ich erzählen will schon eine gewisse Form angenommen, aber diese Geschichte auch aufs Papier zu bringen ist doch mit mehr Arbeit verbunden.

Alleine ein Formulierung kann schon einen großen Unterschied für den Stil der Erzählung machen, kann andere Gefühle und Stimmungen hervorrufen und damit die Art ändern, in der ein Abschnitt auf den Leser wirkt. Ein Kleines Beispiel soll hier der Erste Satz einer Erzählung machen, an der ich gerade arbeite:

Zuerst schreibe ich auf, was ich dem Leser erzählen möchte, lese es nochmal und denke darüber nach, ob es genau das ausdrückt was ich sagen möchte:

     Kalt. Ein Herz, das noch nie etwas gefühlt hat.


Die Geschichte soll direkter wirken, die ersten Sätze beschreiben die Hauptfigur und ich will, dass sein Charakter deutlich wird.

     Ein kaltes Herz. Eine dunkel Seele.


Schon besser, aber noch immer nicht, was mir als vorschwebt. Ich möchte es eindringlicher und es soll mehr Stimmung im Leser hervorrufen:

     Eisiges Herz. Schwarze Seele. Gewissenlos.

Ja, das geht in die richtige Richtung, aber es ist mir noch zu harmlos. Ziel ist es ja, dem Leser gleich mit den ersten Worten darauf einzustimmen, dass die Hauptfigur kein sympathischer Held sein wird, also überarbeite ich alles nochmal und komme dann zu dem Endergebnis mit dem ich zufrieden bin:

     Eiskaltes Herz. Nachtschwarze Seele. Ohne Gewissen.


Das bedeutet nicht, dass die Geschichte so anfangen wird, aber zumindest ist das schon einmal der beste Einstieg den ich bisher dafür geschrieben habe. Es ist gut möglich, dass ich den Anfang noch einmal komplett neu schreibe.

Gott sei Dank muss man nicht jeden einzelnen Satz so aufwändig immer wieder überdenken. Wenn man einmal einen bestimmten Stil gefunden hat, wird es einfacher. Ich schreibe dann ganze Szenen in einem Rutsch durch und schaue am Ende nochmal drüber, um einzelne Wörter oder Formulierungen anzupassen. Ich bin erst zufrieden, wenn es ein stimmiges Gesamtbild ergibt.



Dienstag, 15. Juli 2014

Böse Überraschung

Da mache ich mir doch die Tage mal was schnelles in der Mikrowelle warm. Ein Reisgericht. Also so ein schneller Mikrowellenreis im Aufreißbeutel. Nunja. Die Sorte war "indisch" und es roch auch sehr verführerisch.

Und es sah auch gut aus. Also rein optisch hatte ich da nen ganzen Teller voll Reis vor mir, deutlich gelb gefärbt, sehr würzig und auch lecker. Ich hab mir den Reis auch schmecken lassen. Nur habe ich den Fehler gemacht, im Nachhinein die Zutatenliste zu lesen. Nicht, dass ich da hunderte E-Nummern gefunden hätte oder sonstiges giftiges, potentiell krebserregendes Zeug.

Ich muss auch zugeben, dass ich es erst beim zweiten Lesen wirklich bemerkt habe: laut Aufdruck enthielt das, was ein ganzer Teller Reis auf aussah,  gerade mal  36%  Reis. Woraus die restlichen 64% waren, ist leider nicht vermerkt, denn das muss mehr gewesen sein, als die dort aufgeführten Gewürze.

Auf der Vorderseite war von "reich an Ballaststoffen" die Rede... ich hoffe inständig, dass die 60% Auffüllmenge Weizenkleie war oder was ähnliches. Und nicht Plastik, Styropor oder sowas ;-)

Aber ist es nicht Erschreckend, dass ein MikrowellenREIS der Firma REISfit zu gerade mal einem Drittel aus Reis besteht??? Ich kauf in Zukunft nur noch den von Onkel Ben, da steht drauf dass mindestens 98% des Inhaltes Reis sind...



Die Bushaltestellen-Theorie

Bis heute war mir gar nicht bewusst, dass ich sowas mal aufgestellt habe, also zumindest hatte ich ihm den Namen noch nicht gegeben... ich hatte nur die Behauptung aufgestellt, dass man, wenn der eigentliche Zielort genau zwischen zwei Bushaltestellen liegt, eher dazu tendiert, an der ersten Haltestelle auszusteigen und den Rest des Weges zu gehen, als an Ziel vorbei zu fahren und die gleiche Strecke zurückzugehen.

Ich hab keine Ahnung, ob das stimmt, aber ich hab mich mal selbst beobachtet und drauf geachtet: ich mache das tatsächlich so... machen das alle? Die meisten, denen ich davon erzählt habe, haben mich bisher bestätigt. Aber es mag Ausnahmen geben...