Ich möchte diesem Blog seinen ersten Cat-Content verpassen. Nicht, weil es gerade in ist und man in seinen Mails ständig irgendwelche Videos mit niedlichen Katzen hat oder mal wieder ein Bild von Grumpy Cat von wohlmeinenden Freunden in WhatsApp geschickt bekommt.
Nein es geht mir um etwas anderes. Ich bin Allergiker. Ein oft bemitleideter Tierhaar-Allergiker, der einem Katzenhalter nur nach dessen umfassender Dekontaminierung gefahrlos begegnen kann. Und heute möchte ich euch Nicht-Allergikern mal erklären, warum wir Allergiker die Welt retten.
Katzen sind schöne Tiere. Aber sie sind gefährlich und sie haben euch alle um den Finger gewickelt. Ihr merkt es nur nicht! Katzen sind keine niedlichen, süßen Schmusetiger. Nein, Katzen sind miese kleine Sadisten und riechen, ob du Allergiker bist. Und dann springen sie auf deinen Schoß, reiben sich an deinen Beinen und lassen sich nicht mehr vertreiben. Sie rotten sich zusammen und versuchen dich umzubringen. Denn wir Allergiker sind eine Gefahr.
Wir sind nicht anfällig für die ach so putzige Eigenwilligkeit oder ihre niedlichen Kulleraugen und schon gar nicht für ihr seidiges Fell und ihre ausgefeilten Verführungskünste. Wir lassen uns nicht einfangen von ihrem schnurrenden Zauber. Während ihr alles um euch herum vergesst, wenn euch eine Katze umschmeichelt, bleiben wir gegen diese Manipulation unempfänglich. Ihr merkt es nicht, aber wenn ihr ein Katzen-Besitzer seid, dann haben sie euer Leben doch schon unter Kontrolle!
Sie bestimmen, welche Möbel in euren Wohnungen stehen, weil sie einfach alles zum Kratzbaum erklären, was ihrem Geschmack nicht entspricht. Sie lassen sich von euch füttern und pflegen, manipulieren euch sogar dazu, ihnen nur das von ihnen bevorzugte Futter vorzusetzen und aus reiner Bosheit und weil sie es können, lenken sie euch ab bei allem was ihr macht. Eure Lieblings-Serie läuft und ihr konzentriert euch auf den Fernseher? Na, wer kommt dann, streicht euch mit dem Schwanz um die Nase und will gestreichelt werden? Sie spielen mit euch und sind Meister der Manipulation.
Und genau da liegt das Problem der Katzen mit uns Allergikern. Wir lassen uns nicht verführen. Fallen nicht auf ihre Tricks herein, weil wir einen genetischen Schutzmechanismus haben. Und darum versuchen sie uns umzubringen. Denn wir stehen ihnen bei der Erlangung der Weltherrschaft im Weg. Wir fallen auf ihren Charme nicht herein und würden uns nicht wie die Katzen-Liebhaber völlig versklaven lassen. Deshalb sind wir eine Bedrohung für die Katzen und sie tun alles um uns zu beseitigen!
Wenn ihr das nächste mal einen verschnupften Allergiker mit verheulten Augen und juckendem Hautausschlag am Rande des Erstickungstodes seht, dann seid euch bewusst, dass ihr gerade einen Helden seht. Allergiker sind eure Rettung, weil wir die einzigen sind, die die Katzen von der Erlangung der Weltherrschaft abhalten können!
Ich lade euch ein, in meinen Geschichten zu lesen. Kurzgeschichten, Fantasy, Märchen, Gedichte... ein kleines Sammelsorium aus Fragmenten und kleinen Szenen, Auszüge aus meinem Fantasyroman...
Montag, 30. März 2015
Freitag, 13. Februar 2015
Nur ein kleines Hobby...
Gerade bin ich als Schreiberling weniger aktiv, denn eine ganze Menge meiner Zeit fließt seit einiger Zeit in ein neues Projekt, an dem ich mitarbeite. Wer mich kennt, der weiß, dass ich schon immer Interesse an Freizeitparks und Achterbahntechnik hatte. Und über dieses Interesse wurde ich hinterhältigst angefixt und letzten Endes ungefragt assimiliert ;-)
Deutschlands umfangreichstes Freizeitparkforum
sollten ihr euch man anschauen, wenn ihr euch auch für Freizeitparks begeistern könnt, oder einfach Informationen für eueren nächsten Kurztripp sucht.
Deutschlands umfangreichstes Freizeitparkforum
sollten ihr euch man anschauen, wenn ihr euch auch für Freizeitparks begeistern könnt, oder einfach Informationen für eueren nächsten Kurztripp sucht.
Donnerstag, 22. Januar 2015
Ich bin ein Bär...
Anleitung für den Umgang mit
introvertierten Bären.
- Ein Bär braucht Ruhe, um Kraft zu schöpfenDeshalb hat jeder Bär seine eigene Höhle. Wir sind Einzelgänger und das was ihr so leichthin als Gesellschaft bezeichnet, bedeutet für uns eine extrem erschöpfende Arbeit. Bären lieben ihre Höhle. Frei nach dem Motto „my cave is my castle“ verlassen wir unseren Unterschlupf nur wenn nötig. Unsere Höhle ist uns heilig. Solltest du tatsächlich einmal dorthin eingeladen werden, dann benimm dich dementsprechend.
- Ein Bär ist nicht unnahbar, aber er meidet MenschenmassenWir sind wie gesagt Einzelgänger, was allerdings nicht bedeutet, dass wir einen netten Abend im Kreis guter Freunde nicht zu schätzen wüssten. Wir mögen andere Menschen, allerdings halten wir Menschengruppen gerne in überschaubaren Mengen.
- Bären sind Freunde der StilleIst ein Bär auffällig still, dann muss das nicht bedeuten, dass er mit dem Leben hadert oder sich schlecht fühlt. Bären wirken hin und wieder schon ein bisschen grummelig, aber das täuscht. Wir empfinden einfach nicht den allgemein anerkannten Drang, ständig Lautgeben zu müssen. Wir mögen die Stille. Sag mir also nie, ich wäre zu still. Das ärgert mich, denn ich rede, wenn ich etwas zu sagen habe und bleibe ansonsten lieber schweigsam. Bären entscheiden gerne selbst, wann und wie oft sie reden. Aber wenn ein Bär spricht, solltest du aufmerksam zuhören.
- Bären sind still, aber nicht unbedingt schüchternIch weiß, dass ich oft schüchtern wirke. Aber ich bin es nur, solange ich mich nicht wirklich wohl fühle. Und am wohlsten fühle ich mich, wenn man mich nicht dazu drängt. Ansonsten ziehe ich es vor, erst einmal eine Weile unsichtbar zu sein. Das kann sich aber in der richtigen Gesellschaft beunruhigend schnell ändern.
- Ein Bär kann sehr laut werden, wenn es nötig istAuch wenn es meinem Wesen widerstrebt, kann ich ziemlich laut werden. Allerdings haben Bären ein dickes Fell und ertragen viel, bis sie ihre Krallen ausfahren und sich wehren. Ist es aber so weit, dann nimm deine Beine in die Hand un lauf so schnell du kannst. Aber unsere Wut legt sich schnell wieder und wir sind nicht nachtragend. Gib uns etwas Zeit und du kannst dich wieder gefahrlos in unsere Nähe begeben.
Ein Bär kann auch ausgelassen laut werden, wenn er will. Aber es ist und bleibt eine Ausnahme und strengt mich unglaublich an. Wenn ich also auf einer Party einmal so richtig albern gewesen bin, brauche ich meine Zeit um den Akku wieder aufzuladen.
- Auch wenn es manchmal den Eindruck macht, sind Bären nicht arrogantDurch unsere Eigenschaft eher stiller Beobachter zu sein, wird uns oft vorgeworfen, arrogant zu sein. Das liegt aber wohl einfach daran, dass wir die Stille genießen, oft unseren eigenen Gedanken nachhängen und dabei den Eindruck erwecken gelangweilt oder abgestoßen zu sein. Das ist nicht so.Wir Bären wirken oft am Leben anderer uninteressiert, weil wir selten Fragen stellen. Aber das ist keine Unaufmerksamkeit, es liegt einfach daran, dass wir uns selbst nicht gerne ausfragen lassen. Aber sei dir sicher: wir Bären sind Meister im zwischen den Zeilen lesen.
- Bären leben oft in ihrer eigenen GedankenweltWir lauschen permanent einer Art innerem Monolog, in dem wir unsere Gedanken und Gefühle verarbeiten, bewerten und sortieren. Manchmal sitzen wir einfach nur da und lauschen diesem Gedankenfluss. Es kommt vor, dass wir eine Weile brauchen, bis wir eine deiner Ideen oder Anmerkungen verarbeitet haben, aber sind sie einmal in unsere Gedanken eingeflossen, werden sie sofort zu 100% durchdacht und verarbeitet.
- Bären sind nicht gut in der KontaktaufnahmeVielleicht liegt es daran, dass wir so still sind und unnahbar wirken, aber wir haben echte Schwierigkeiten, immer dazugehörig zu erscheinen. An manchen Tagen geht es einem nicht gut, man würde sich am liebsten bei jemandem ausheulen, aber es fällt uns schwer, mit unseren Sorgen zu jemandem zu kommen. Manchmal fühlen wir uns ein bisschen verloren, wenn es uns nicht gut geht. Dann sprich uns an, wir werden dir dankbar sein.
- Bären haben starke MeinungenAuch wenn wir sehr still und zurückhaltend sind, bedeutet das nicht, dass wir keine eigene Meinung haben. Im Gegenteil, wir haben sogar sehr feste und lange durchdachte Meinungen, es fällt uns nur schwer, diese immer gleich zu äußern. Gib einem Bären ein bisschen Zeit und ermutige ihn, ohne ihn zu drängen und du wirst überrascht sein, wie tiefgründig seine Gedanken zu vielen Themen sind.
- Bären hassen es, „abzuhängen“Wenn eine Veranstaltung oder ein Treffen endet, dann machen wir uns auf den Weg zurück in unsere geliebte Bärenhöhle. Ja, ich weiß, das wäre der ideale Zeitpunkt, Kontakte zu knüpfen, Pläne zu schmieden und „dabei“ zu sein. Aber ich hasse das einfach. Unverbindlicher Smalltalk mit Fremden ist mein persönlicher Alptraum.
Mittwoch, 21. Januar 2015
Die Ballade vom klugen Ritter
Ich hab gestern durch Zufall eines meiner frühen literarischen Werke wiederentdeckt, ein Gedicht, dass ich so mit 11 oder 12 geschrieben haben muss...
Der Ritter
Es war ein mal ein Ritter
Und wenn er ritt, dann ritt er.
Er war nicht dumm
Und sagte d'rum
Er sei ein Königssohn,
Der warte auf seinen Lohn!
Der Lohn war ein Prinzessin fein,
Die seine Braut nun sollte sein.
Doch sie war häßlich!
Er fand sie gräßlich.
Da ritt er schnell vom Hof,
Denn er war ja nicht doof!
Man beachte die hintersinnigen Wortspielereien und die schlicht perfekte Handlung. Meinen Humor scheine ich damals schon besessen zu haben. ;-)
Der Ritter
Es war ein mal ein Ritter
Und wenn er ritt, dann ritt er.
Er war nicht dumm
Und sagte d'rum
Er sei ein Königssohn,
Der warte auf seinen Lohn!
Der Lohn war ein Prinzessin fein,
Die seine Braut nun sollte sein.
Doch sie war häßlich!
Er fand sie gräßlich.
Da ritt er schnell vom Hof,
Denn er war ja nicht doof!
Man beachte die hintersinnigen Wortspielereien und die schlicht perfekte Handlung. Meinen Humor scheine ich damals schon besessen zu haben. ;-)
Sonntag, 24. August 2014
[Fragment] Arbeitstitel: Der Nephilim
Prolog
Eiskaltes Herz. Nachtschwarze Seele. Ohne Gewissen. So dunkel sein Innerstes, so rein und weiß sein Äußeres. Wen er in seine Augen blicken lässt, der ist verloren. Zwei unergründliche Seen, in die man eintaucht und aus denen man erst wieder an die Oberfläche zurück findet, wenn er es zulässt. Ein unwiderstehliches Lächeln umspielt seine Lippen und macht jeden blind für sein wahres Wesen. Empfangen, geboren und gesäugt von einer sterblichen Mutter. Gezeugt jedoch von einem Himmelswesen, einem der ewigen Wächter, einem Egregoroi.
Seine Augen suchen stets nach dem nächsten Opfer seines unstillbaren Dranges. Ein unabwendbarer Teil seines Erbes. Göttliches Blut gefangen in einem menschlichen Körper. Eine Kombination aus der nichts Gutes erwachsen kann. In den Augen der sterblichen Menschen ist er perfekt. Sie sehen das Göttliche in ihm, ohne es als dieses zu erkennen. Seine Wirkung auf andere ist berauschend und es ist ihm ein Leichtes, in ihnen Begehren zu wecken. Und wenn er das tut, dann nur aus einem Grund: einen Menschen in sein Verderben zu locken. Was waren ihm Menschenkinder anderes als Spielzeug? Er berauschte sich daran, sie zu manipulieren, mit ihnen zu spielen, wie ein Katze mit der gefangenen Maus.
* * *
Aufbruch
Einsame Schritte hallten durch die stockfinsternen Gassen. Es würde noch eine Stunde dauern, bevor die Sonne mit ihren Strahlen die handtellergroßen Pflastersteine aufwärmen und sich die Straßen mit Leben füllen würden. Dass er so früh schon in den Feuerpalast befohlen war, konnte nichts Gutes bedeuten. Wenn sie bereits vor Sonnenaufgang nach ihm schickte, dann musste etwas ernstes vorgefallen sein. Grübelnd folgte er der Wache, die ihn mit schnellen Schritten durch die verlassenen Gassen zum Palast geleitete.
Er stutzte kurz, als sein Führer nicht in Richtung des großen Torhauses abbog, sondern ihn in eine schmutzige, enge Seitenstraße an der äußeren Palastmauer geleitete. Als sie nach einigen Schritten eine in der Mauer eingelassene Pforte erreichten, klopfte der Wächter gegen das harte, verwitterte Holz. Knarrend wurden mehrere Riegel zurückgeschoben. Dann öffnete sich die Türe mit einem leisen, durchdringenden Quietschen. Wenn man ihn den Palast nicht durch das für alle sichtbare Tor betreten ließ, dann war die Nachricht, die seine Anwesenheit im Palast erforderte bedeutender, als ihm lieb sein konnte.
Im Hof hinter der Mauer wurde er vom Kämmerer der Herrin in Empfang genommen. Dieser bat ihn wortlos ihm zu folgen. Schweigend wanderten sie durch verborgene Flure und über steile Stiegen. Auch der Palast lag noch in tiefem Schlaf und so gelangten sie ungesehen in die Gemächer der Herrin. Dort wurde er angewiesen zu warten. Der Kämmerer verschwand durch eine weitere Türe in einen der anderen Räume und nachdem er die Pforte hinter sich geschlossen hatte, herrschte tiefe Stille, die ihm unangenehm unter die Haut kroch. Ungewissheit kroch ihm kalt in die Brust.
Angespannt wartete er auf ihr erscheinen. Was wusste sie, dass sie ihn aus dem Bett holen ließ? Er fühlte sich immer unwohl in ihrer Gegenwart. Ihm war, als könne sie einem Menschen direkt ins Herz sehen, seine Stärken und Schwächen. Berechnend zog sie daraus ihren Nutzen, so war auch er in ihre Dienste geraten. Sie hatte ihn in der Hand und das wussten er nur zu gut. Wäre das nicht so, läge er ganz sicher noch in seinem warmen Bett und würde von schöneren Dingen träumen. Der Hauch eines Lächelns erschien auf seinen Lippen bei diesem Gedanken.
„Was amüsiert euch?“
Unbemerkt war sie eingetreten und gab ihm sofort das Gefühl bei irgendetwas Verbotenem ertappt worden zu sein. Er ging auf die Knie, wie er es seiner Herrin schuldete, dann blickte er auf. Sie war eine schöne Frau, mächtig und klug genug, um zu wissen, dass ihre Schönheit ihr die größte Macht verlieh.
„Herrin, ihr habt mich rufen lassen? Was kann ich für euch tun?“
Sie lächelte. Doch Ernsthaftigkeit wischte das Lächeln schnell von ihren Lippen. Zu ernst war die Nachricht, die sie erhalten hatte. Zu groß die Gefahr in der sich das Reich befand.
„Ich habe euch rufen lassen, weil ich euch vertraue. Trotz allem, was ich über euch weiß, seid ihr einer der wenigen Männer in meinen Diensten, dem Ehre und Ehrlichkeit noch etwas bedeuten. Und den Auftrag den ich für euch habe, würde ich keinem anderen Menschen anvertrauen als euch.“
„Herrin, ihr ehrt mich.“
Sie lachte kurz auf.
„Nein, ich schmeichle euch nur, weil ich mehr von euch verlangen werde, als ich verlangen kann.“
Die Stille lastete schwer auf ihm. Innerlich wappnete er sich gegen ihre Bitte, doch als sie aussprach, was sie von ihm erwartete, trieb es Furcht wie eine eiskalte Klinge in sein Herz.
„Ich schicke euch mit einer Botschaft in die Länder der Nacht, jenseits des Meeres der Toten. Der König ist tot. Noch weiß es niemand, aber ihr müsst auf dem Weg sein, bevor es bekannt wird, also bitte ich euch, sofort an Bord eines Schiffes zu gehen. Ihr werdet auf dem Schiff alles notwendige vorfinden, ich schicke einen Boten in euer Haus um euer Gesinde von eurer Abreise in Kenntnis zu setzen.“
Bei ihren letzten Worten betrat der Kämmerer den Raum.
„Herrin, das Boot ist bereit.“
„Ihr begleitet meinen Boten zum Schiff, Kämmerer“
Nur ein leichtes Nicken folgte ihrem Befehl und der Kämmerer führte ihn wieder durch verborgene Gänge und über steile Stufen durch den Palast. Die alten Gemäuer schienen viele Geheimnisse zu bergen, denn hinter der letzten Türe die der Kämmerer öffnete, befand sich ein Lagerraum, der bereits zu den Hafenanlagen gehörte. Arbeiter trugen Fässer und Bündel von dort auf ein Schiff am Kai.
Er trat hinaus in das Licht der aufgehenden Sonne und atmete die frische Seeluft ein. Die Meere der Toten. Es musste sie ein Vermögen gekostet haben, einen Kapitän zu finden, der sich auf diese Reise wagen würde. Das Schiff war aus dem dunklen Holz des Nachtbaumes, seine Segel waren schwarz und an seinem Bug prangte ein angsteinflößender Drache. Als er den Namen las, wusste er, dass seine Reise um einiges sicherer sein würde als er bisher gedacht hatte, denn jeder kannte den Kapitän der Nachtbarke. Sofort erklomm er die Planke und machte sich auf die Suche nach seinem Fährmann in die Länder der Nacht.
Eiskaltes Herz. Nachtschwarze Seele. Ohne Gewissen. So dunkel sein Innerstes, so rein und weiß sein Äußeres. Wen er in seine Augen blicken lässt, der ist verloren. Zwei unergründliche Seen, in die man eintaucht und aus denen man erst wieder an die Oberfläche zurück findet, wenn er es zulässt. Ein unwiderstehliches Lächeln umspielt seine Lippen und macht jeden blind für sein wahres Wesen. Empfangen, geboren und gesäugt von einer sterblichen Mutter. Gezeugt jedoch von einem Himmelswesen, einem der ewigen Wächter, einem Egregoroi.
Seine Augen suchen stets nach dem nächsten Opfer seines unstillbaren Dranges. Ein unabwendbarer Teil seines Erbes. Göttliches Blut gefangen in einem menschlichen Körper. Eine Kombination aus der nichts Gutes erwachsen kann. In den Augen der sterblichen Menschen ist er perfekt. Sie sehen das Göttliche in ihm, ohne es als dieses zu erkennen. Seine Wirkung auf andere ist berauschend und es ist ihm ein Leichtes, in ihnen Begehren zu wecken. Und wenn er das tut, dann nur aus einem Grund: einen Menschen in sein Verderben zu locken. Was waren ihm Menschenkinder anderes als Spielzeug? Er berauschte sich daran, sie zu manipulieren, mit ihnen zu spielen, wie ein Katze mit der gefangenen Maus.
* * *
Aufbruch
Einsame Schritte hallten durch die stockfinsternen Gassen. Es würde noch eine Stunde dauern, bevor die Sonne mit ihren Strahlen die handtellergroßen Pflastersteine aufwärmen und sich die Straßen mit Leben füllen würden. Dass er so früh schon in den Feuerpalast befohlen war, konnte nichts Gutes bedeuten. Wenn sie bereits vor Sonnenaufgang nach ihm schickte, dann musste etwas ernstes vorgefallen sein. Grübelnd folgte er der Wache, die ihn mit schnellen Schritten durch die verlassenen Gassen zum Palast geleitete.
Er stutzte kurz, als sein Führer nicht in Richtung des großen Torhauses abbog, sondern ihn in eine schmutzige, enge Seitenstraße an der äußeren Palastmauer geleitete. Als sie nach einigen Schritten eine in der Mauer eingelassene Pforte erreichten, klopfte der Wächter gegen das harte, verwitterte Holz. Knarrend wurden mehrere Riegel zurückgeschoben. Dann öffnete sich die Türe mit einem leisen, durchdringenden Quietschen. Wenn man ihn den Palast nicht durch das für alle sichtbare Tor betreten ließ, dann war die Nachricht, die seine Anwesenheit im Palast erforderte bedeutender, als ihm lieb sein konnte.
Im Hof hinter der Mauer wurde er vom Kämmerer der Herrin in Empfang genommen. Dieser bat ihn wortlos ihm zu folgen. Schweigend wanderten sie durch verborgene Flure und über steile Stiegen. Auch der Palast lag noch in tiefem Schlaf und so gelangten sie ungesehen in die Gemächer der Herrin. Dort wurde er angewiesen zu warten. Der Kämmerer verschwand durch eine weitere Türe in einen der anderen Räume und nachdem er die Pforte hinter sich geschlossen hatte, herrschte tiefe Stille, die ihm unangenehm unter die Haut kroch. Ungewissheit kroch ihm kalt in die Brust.
Angespannt wartete er auf ihr erscheinen. Was wusste sie, dass sie ihn aus dem Bett holen ließ? Er fühlte sich immer unwohl in ihrer Gegenwart. Ihm war, als könne sie einem Menschen direkt ins Herz sehen, seine Stärken und Schwächen. Berechnend zog sie daraus ihren Nutzen, so war auch er in ihre Dienste geraten. Sie hatte ihn in der Hand und das wussten er nur zu gut. Wäre das nicht so, läge er ganz sicher noch in seinem warmen Bett und würde von schöneren Dingen träumen. Der Hauch eines Lächelns erschien auf seinen Lippen bei diesem Gedanken.
„Was amüsiert euch?“
Unbemerkt war sie eingetreten und gab ihm sofort das Gefühl bei irgendetwas Verbotenem ertappt worden zu sein. Er ging auf die Knie, wie er es seiner Herrin schuldete, dann blickte er auf. Sie war eine schöne Frau, mächtig und klug genug, um zu wissen, dass ihre Schönheit ihr die größte Macht verlieh.
„Herrin, ihr habt mich rufen lassen? Was kann ich für euch tun?“
Sie lächelte. Doch Ernsthaftigkeit wischte das Lächeln schnell von ihren Lippen. Zu ernst war die Nachricht, die sie erhalten hatte. Zu groß die Gefahr in der sich das Reich befand.
„Ich habe euch rufen lassen, weil ich euch vertraue. Trotz allem, was ich über euch weiß, seid ihr einer der wenigen Männer in meinen Diensten, dem Ehre und Ehrlichkeit noch etwas bedeuten. Und den Auftrag den ich für euch habe, würde ich keinem anderen Menschen anvertrauen als euch.“
„Herrin, ihr ehrt mich.“
Sie lachte kurz auf.
„Nein, ich schmeichle euch nur, weil ich mehr von euch verlangen werde, als ich verlangen kann.“
Die Stille lastete schwer auf ihm. Innerlich wappnete er sich gegen ihre Bitte, doch als sie aussprach, was sie von ihm erwartete, trieb es Furcht wie eine eiskalte Klinge in sein Herz.
„Ich schicke euch mit einer Botschaft in die Länder der Nacht, jenseits des Meeres der Toten. Der König ist tot. Noch weiß es niemand, aber ihr müsst auf dem Weg sein, bevor es bekannt wird, also bitte ich euch, sofort an Bord eines Schiffes zu gehen. Ihr werdet auf dem Schiff alles notwendige vorfinden, ich schicke einen Boten in euer Haus um euer Gesinde von eurer Abreise in Kenntnis zu setzen.“
Bei ihren letzten Worten betrat der Kämmerer den Raum.
„Herrin, das Boot ist bereit.“
„Ihr begleitet meinen Boten zum Schiff, Kämmerer“
Nur ein leichtes Nicken folgte ihrem Befehl und der Kämmerer führte ihn wieder durch verborgene Gänge und über steile Stufen durch den Palast. Die alten Gemäuer schienen viele Geheimnisse zu bergen, denn hinter der letzten Türe die der Kämmerer öffnete, befand sich ein Lagerraum, der bereits zu den Hafenanlagen gehörte. Arbeiter trugen Fässer und Bündel von dort auf ein Schiff am Kai.
Er trat hinaus in das Licht der aufgehenden Sonne und atmete die frische Seeluft ein. Die Meere der Toten. Es musste sie ein Vermögen gekostet haben, einen Kapitän zu finden, der sich auf diese Reise wagen würde. Das Schiff war aus dem dunklen Holz des Nachtbaumes, seine Segel waren schwarz und an seinem Bug prangte ein angsteinflößender Drache. Als er den Namen las, wusste er, dass seine Reise um einiges sicherer sein würde als er bisher gedacht hatte, denn jeder kannte den Kapitän der Nachtbarke. Sofort erklomm er die Planke und machte sich auf die Suche nach seinem Fährmann in die Länder der Nacht.
Freitag, 22. August 2014
Wunder der Technik
Technik ist dermaßen in unserm Alltag verankert, dass wir oft vergessen, dass sie da ist. Viele Dinge nehmen wir gar nicht mehr als Technik wahr. Manchmal aber passiert es, dass wir das Wunder der Technik von eienr ganz neuen Seite kennen lernen. Gestern war solch ein Tag...
Im Büro steht direkt hinter mir ein altes Schätzchen, ein schon reichlich in die Tage gekommener Laserdrucker, der jedoch tagtäglich brav seine Dienste verrichtet hat und der generell eher weniger Pflege bedurfte. Gestern jedoch gab er während des Druckes ein Geräusch von sich, dass sehr an das Kreischen nasser Kreide an einer Tafel erinnert und stellte seinen Druckbetrieb ein.
Ich machte mich also daran, den enstandenen Papierstau zu beseitigen, öffnete alle Klappen und zog Papier heraus, wo es eben hängen geblieben war. Danach schloss ich alles wieder und siehe da, der Drucker ging wieder in Bereitschaft über. Ich gab also noch einmal den Druckbefehlt für das letzte zu druckende Dokument und wie üblich sprang als erste der Lüfter an. Dann ratterten die Bänder des Papiertransportes, nur der Blatteinzug blieb stumm und unbewegt.
Leise vor mich hinfluchend untersuchte ich also die Papiereinzüge aller Papierfächer, denn eigenartigerweise lief der Papiereinzug in keinem davon, während alle anderen Transportrollen und -bänder unbeirrt ihren Dienst verrichteten. Wie jeder ging ich davon aus, dass der Fehler irdendwo in der Zahnrad- und Hebelstrotzenden Mechanik liegen müsse. Sicherheitshalber schaute ich auf der Seite des Herstellers aber ersteinmal nach, ob der Fehler bekannt war. Dort fand ich eine Anleitung zur Fehler-Verifizierung mittels der verschiedenen Bedineungsknöpfe und blinkender oder eben nicht blinkender Leuchtdioden.
Farb- und Blinkmuster ergaben einen Fehler an der Lasereinheit. Verwirrt starrte ich abwechselnd auf den Drucker und die Anleitung auf meinem Bildschirm, denn ein Fehler der Lasereinheit ließ sich mit der Tatsache eines nicht laufenden Papiereinzuges für mich nicht ganz in Einklang bringen. Warum zum Henker sollte die Lasereinheit die Papiereinzüge lahmlegen, den Transportmotor aber trotzdem in Gang setzen?
Also machte ich mich über diverse Suchmaschinen und deren Umleitung in diverse Hilfe-Foren für genervte Drucker-Nutzer auf die Suche nach einem anderen möglichen Ursprung meines Problems. Und dann wurde ich auf einer englischsprachigen Seite tatsächlich fündig. Die Fehlerbeschreibung traf exakt auf mein Erlebnis zu. Und so lernte ich, dass dieser Fehler nach dem Geräusch, das ihn einleitet benannt ist. Der sogenannte "Squeeak"-Fehler. Scheinbar ein bekanntes Phänomen dieser Druckerserie.
Ich fand dann auch den Hinweis auf ein Videotutorial, in dem man erklärt bekäme, wie man den Fehler beheben kann. Man solle einen Schraubenzieher, Gummihandschuhe, Nähmaschinenöl, Alkohol und Wattestäbchen zurecht legen, und dann Schritt für Schritt der Anleitung folgen. Das Ganze würde etwa 30 Minuten dauern, danach wäre der Drucker dann wieder in Ordnung. Fantastisch! Also schnell die geforderten Vorbereitungen getroffen und nach Anleitung erstmal den Drucker von all seinen Verkleidungen getrennt.
Dazu musste man ein einigen Stellen Schrauben lösen und an anderen versteckte Hebel betätigen. Ohne die Anleitung hätte ich das wirklich niemals hinbekommen, denn ich wäre nie auf die Idee gekommen an den Stellen nach irgendwelchen Hebeln zu suchen. Ohne die Tricks zu kennen ist man wirklich aufgeschmissen.
Nun, weiter im Ausbau diverser Kunsstoffteile. Und dann... ich konnte es wirklich nicht fassen, tatsächlich wurde als nächstes die Lasereinheit entnommen und der Drucker erstmal beiseite gestellt.
Nun hieß es die Gummihandschuhe überstreifen und erstmal vorsichtig etliche Kabelstränge an den richtigen Stellen zu lösen und beiseite zu legen. Ein bisschen Angst, die später nicht mehr in der richtigen Reihenfolge an die richtige Stelle zu bekommen hatte ich dann doch. Also weiter, die Lasereinheit aufschrauben und jetzt bloß nicht schwitzen, husten oder niesen...
Dann musste ganz vorsichtig der Motor ausgebaut werden, der den Rotationsspiegel der Lasereinheit trägt. An diesen Motor musste nur mit absoluter Vorsicht und möglichst zitterfreien Händen ein Tropen Öl gebracht werden, dann durfte er wieder eingebaut werden. Die Spiegelflächen noch schnell mit dem Alkohol und den Wattestäbchen abreiben, damit sie absolut staub-, fett- und ölfrei sind und dann den Motor in die Lasereinheit zurück. Ganz vorsichtig alles festschrauben, nicht abrutschen, die Linsen sind empfindlich! Den Deckel wieder drauf und dann nach Anleitung wieder in den Drucker bauen.
Ich war noch immer skeptisch. Es gab keinerlei mechanische oder sichtbare elektrische Verbindung, die auch nur in die Nähe des Papiereinzuges kam. Trotzdem wurde im Video der Drucker einfach wieder zusammengesetzt. Auch die richtige Verkabelung wurde gezeigt, was meine Angst beruhigte, den Drucker völlig zerstört haben zu können. Also baute ich brav wieder alles zusammen. Vielleicht würde es ja jetzt noch an die Mechanik der Walzen gehen...
Nein, es wurden auch die Verkleidungen wieder angebracht. Ich schraubte also leicht verwundert alles wieder zusammen und verband Drucken und PC wieder miteinander, dann wurde auch die Stromversorgung wieder eingesteckt. Die erwartete funkensprühende Explosion blieb aus. Ich betätigte den Auftrags-Knopf, wie im Video beschrieben und siehe da... es wurde eine Testseite gedruckt. Die Papierzufuhr arbeitete wieder. Ich weiß nicht warum, aber es funktionierte. Unfasssbar!
Nach diesem Erlebnis habe ich beschlossen zukünftig auch an Homöopathie, Fern- und Wunderheilung, sowie Akkupunktur und Feng Shui zu glauben. Wenn solche Technik-Wunder möglich sind, wer sollte dann noch an anderen Wundern zweifeln???
Im Büro steht direkt hinter mir ein altes Schätzchen, ein schon reichlich in die Tage gekommener Laserdrucker, der jedoch tagtäglich brav seine Dienste verrichtet hat und der generell eher weniger Pflege bedurfte. Gestern jedoch gab er während des Druckes ein Geräusch von sich, dass sehr an das Kreischen nasser Kreide an einer Tafel erinnert und stellte seinen Druckbetrieb ein.
Ich machte mich also daran, den enstandenen Papierstau zu beseitigen, öffnete alle Klappen und zog Papier heraus, wo es eben hängen geblieben war. Danach schloss ich alles wieder und siehe da, der Drucker ging wieder in Bereitschaft über. Ich gab also noch einmal den Druckbefehlt für das letzte zu druckende Dokument und wie üblich sprang als erste der Lüfter an. Dann ratterten die Bänder des Papiertransportes, nur der Blatteinzug blieb stumm und unbewegt.
Leise vor mich hinfluchend untersuchte ich also die Papiereinzüge aller Papierfächer, denn eigenartigerweise lief der Papiereinzug in keinem davon, während alle anderen Transportrollen und -bänder unbeirrt ihren Dienst verrichteten. Wie jeder ging ich davon aus, dass der Fehler irdendwo in der Zahnrad- und Hebelstrotzenden Mechanik liegen müsse. Sicherheitshalber schaute ich auf der Seite des Herstellers aber ersteinmal nach, ob der Fehler bekannt war. Dort fand ich eine Anleitung zur Fehler-Verifizierung mittels der verschiedenen Bedineungsknöpfe und blinkender oder eben nicht blinkender Leuchtdioden.
Farb- und Blinkmuster ergaben einen Fehler an der Lasereinheit. Verwirrt starrte ich abwechselnd auf den Drucker und die Anleitung auf meinem Bildschirm, denn ein Fehler der Lasereinheit ließ sich mit der Tatsache eines nicht laufenden Papiereinzuges für mich nicht ganz in Einklang bringen. Warum zum Henker sollte die Lasereinheit die Papiereinzüge lahmlegen, den Transportmotor aber trotzdem in Gang setzen?
Also machte ich mich über diverse Suchmaschinen und deren Umleitung in diverse Hilfe-Foren für genervte Drucker-Nutzer auf die Suche nach einem anderen möglichen Ursprung meines Problems. Und dann wurde ich auf einer englischsprachigen Seite tatsächlich fündig. Die Fehlerbeschreibung traf exakt auf mein Erlebnis zu. Und so lernte ich, dass dieser Fehler nach dem Geräusch, das ihn einleitet benannt ist. Der sogenannte "Squeeak"-Fehler. Scheinbar ein bekanntes Phänomen dieser Druckerserie.
Ich fand dann auch den Hinweis auf ein Videotutorial, in dem man erklärt bekäme, wie man den Fehler beheben kann. Man solle einen Schraubenzieher, Gummihandschuhe, Nähmaschinenöl, Alkohol und Wattestäbchen zurecht legen, und dann Schritt für Schritt der Anleitung folgen. Das Ganze würde etwa 30 Minuten dauern, danach wäre der Drucker dann wieder in Ordnung. Fantastisch! Also schnell die geforderten Vorbereitungen getroffen und nach Anleitung erstmal den Drucker von all seinen Verkleidungen getrennt.
Dazu musste man ein einigen Stellen Schrauben lösen und an anderen versteckte Hebel betätigen. Ohne die Anleitung hätte ich das wirklich niemals hinbekommen, denn ich wäre nie auf die Idee gekommen an den Stellen nach irgendwelchen Hebeln zu suchen. Ohne die Tricks zu kennen ist man wirklich aufgeschmissen.
Nun, weiter im Ausbau diverser Kunsstoffteile. Und dann... ich konnte es wirklich nicht fassen, tatsächlich wurde als nächstes die Lasereinheit entnommen und der Drucker erstmal beiseite gestellt.
Nun hieß es die Gummihandschuhe überstreifen und erstmal vorsichtig etliche Kabelstränge an den richtigen Stellen zu lösen und beiseite zu legen. Ein bisschen Angst, die später nicht mehr in der richtigen Reihenfolge an die richtige Stelle zu bekommen hatte ich dann doch. Also weiter, die Lasereinheit aufschrauben und jetzt bloß nicht schwitzen, husten oder niesen...
Dann musste ganz vorsichtig der Motor ausgebaut werden, der den Rotationsspiegel der Lasereinheit trägt. An diesen Motor musste nur mit absoluter Vorsicht und möglichst zitterfreien Händen ein Tropen Öl gebracht werden, dann durfte er wieder eingebaut werden. Die Spiegelflächen noch schnell mit dem Alkohol und den Wattestäbchen abreiben, damit sie absolut staub-, fett- und ölfrei sind und dann den Motor in die Lasereinheit zurück. Ganz vorsichtig alles festschrauben, nicht abrutschen, die Linsen sind empfindlich! Den Deckel wieder drauf und dann nach Anleitung wieder in den Drucker bauen.
Ich war noch immer skeptisch. Es gab keinerlei mechanische oder sichtbare elektrische Verbindung, die auch nur in die Nähe des Papiereinzuges kam. Trotzdem wurde im Video der Drucker einfach wieder zusammengesetzt. Auch die richtige Verkabelung wurde gezeigt, was meine Angst beruhigte, den Drucker völlig zerstört haben zu können. Also baute ich brav wieder alles zusammen. Vielleicht würde es ja jetzt noch an die Mechanik der Walzen gehen...
Nein, es wurden auch die Verkleidungen wieder angebracht. Ich schraubte also leicht verwundert alles wieder zusammen und verband Drucken und PC wieder miteinander, dann wurde auch die Stromversorgung wieder eingesteckt. Die erwartete funkensprühende Explosion blieb aus. Ich betätigte den Auftrags-Knopf, wie im Video beschrieben und siehe da... es wurde eine Testseite gedruckt. Die Papierzufuhr arbeitete wieder. Ich weiß nicht warum, aber es funktionierte. Unfasssbar!
Nach diesem Erlebnis habe ich beschlossen zukünftig auch an Homöopathie, Fern- und Wunderheilung, sowie Akkupunktur und Feng Shui zu glauben. Wenn solche Technik-Wunder möglich sind, wer sollte dann noch an anderen Wundern zweifeln???
Dienstag, 19. August 2014
Nachtmarkt-Fans
Heute möchte ich euch mal etwas ganz anderes ans Herz legen. Ein Forum für Nachtmarkt-Fans. Das ist ein sehr umfassendes Satire-Projekt, zu dem ich gerne mit einigen Texten beigetragen habe und das auch zukünftig immer wieder gerne werde
Einen direkten Link zu einem meiner Texte findet ihr hier:
Werdet auch Mitglied bei den Nachtmarkt-Fans! Ihr werdet es nicht bereuen. Das Forum wird wachsen, baut mit an der Community und dem kulturellen Aufstieg der Nachtmärkte! ;-)
Einen direkten Link zu einem meiner Texte findet ihr hier:
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